| Name: | Dissler |
| Vorname: | Josef |
| Ort: | Altmoos |
| Beruf: | Landwirt |
Tätigkeiten
- Seit 2005 im Vorstand des LBZV
- Tätigkeit im Vorstand LBZV: Vize- Präsident
- Ehemals Präsident Luzerner Bäuerinnen und Bauernverband und Vize-Präsident Schweizer Bauernverband
- OK-Präsident LUBRA 2011/2013/2015; Vize-Präsident Lucerne Expo
- Präsident Bildungskommission SBV
- Präsident das Beste der Region (Vermarktung von Regionalprodukten)
- Kantonsrat CVP seit 2003
Ziel im Vorstand des LBZV:
Der LBZV ist das Bindeglied zwischen den Viehzüchtern, den Genossenschaften und Braunvieh Schweiz. Unsere Aufgabe ist möglichst alle Braunviehzüchter zu vertreten und ihre Anliegen und Wünsche umzusetzen. Wir vertreten nicht nur Spitzenzüchter. Ein wichtiges Ziel ist, dass wir weiterhin im Turnus von 2 Jahren die LUBRA für alle interessierten Braunviehzüchter durchführen können.
Betriebsspiegel
- Produktionsform: IP seit 1993
- Talzone
- LN: 47 ha in ÖLN Gemeinschaft mit Sohn Lukas
- Betriebsfläche: 55 ha
- SAK: 5.9
Betriebszweige
- Milchwirtschaft
- Aufzucht / Verkauf von Nutzvieh über Auktionen und Privat ein Teil trächtige F1 Rinder an Mutterkuhbetriebe
- Schweinezucht und Schweinemast
- Ackerbau (Brotgetreide, Futtergetreide und Silomais)
Angestellte:
Familienbetrieb mit Bruder Martin und teilweise Sohn Lukas und Christoph seit 1982 bilden wir jährlich Lehrlinge aus.
Kühe: 50 Stück
Jungvieh: 50 Stück
Aktuell stehen auch einige RH Tiere der beiden Söhne Lukas und Christoph im Stall
Sonstige Tiere: Zucht- und Mastschweine
Haltungsform: Laufstall für alle Tiere seit 1991
Fütterung Kühe Sommer: Mischration aus Dürfutter, Grassilo und Silomais, Nacht- oder Halbtagsweide, Ausgleichsfutter in Mischwagen, Leistungsfutter ab Station, Mineralstoffmischung und Salz
Fütterung Kühe Winter: Gleiche Ration wie im Sommer plus zusätzlich Zuckerrübenschnitzel
Fütterung Jungvieh Sommer: vorwiegend Weide ergänzt mit Dürfutter bei Stallung. Ein Teil des Jungviehs wird gealpt.
Fütterung Jungvieh Winter: Mischration aus Dürfutter, Grassilage, Silomais und je nach Alter verdünnt mit Stroh.
Milchleistung: 7783kg
Ø Eiweiss: 4.13%
Ø Fett: 3.57%
1/3 der Kühe stehen in der 1. Laktation
Milchverwertung:
Wir produzieren Industriemilch welche durch unsere Genossenschaft mit einem eigenen Tankwagen gesammelt wird und ab der ehemaligen Käserei Buholz durch den ZMP abgeholt wird. Gesamthaft führen wir bei 95 Produzenten die Milch zusammen. Ein Teil der Milch wird über die Kälbermast verwertet.
Viehzucht:
Zuchtziel: Mit dem gegenwärtigem Milchpreis auf tiefem Niveau gilt es möglichst kostengünstig Milch zu produzieren. Unser Ziel ist eine mittelgrosse Rauhfutterkuh mit gutem Leistungspotential nicht zu hohe Einsatzleistung aber guter Persistenz. Fett und Eiweiss möchten wir auf diesem Niveau halten. Eine gute Fruchtbarkeit ist eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg.
Stiereneinsatz:
Norwin, Vidal, Astro, Vigor, Nescardo, Aniball einige Tiere besamen wir mit Maststieren für die Produktion von F1.
Erfolge:
Immer wieder erst rangierte Tiere an der Genossenschaftschau in Wolhusen.
Schönstes Erlebnis:
Vor einigen Jahren ein hervorragende Zuchtfamilie.
Welche Stärken hat das Braunvieh?
Eiweissgehalt, Fundament und Langlebigkeit
An welchen Schwächen muss in Zukunft bei Schweizer Braunvieh besonders gearbeitet werden?
Die Tiere dürfen nicht mehr grösser werden. Den Fitnesseigenschaften insbesondere der Persistenz und der Fruchtbarkeit sind grössere Beachtung zu schenken.
Die Leistungssicherheit muss verbessert werden.
Werden auf Ihrem Betrieb Tiere genotypisiert?
Nein
Wieso nicht?
Da wir keine Stierkälber verkaufen, haben wir der Genotypisierung bisher wenig Beachtung geschenkt.
Welche Ziele verfolgen Sie in Ihrer eigenen Braunviehzucht?
Wir brauchen in Zukunft eine problemlose Rauhfutterkuh welche auch in grossen Herden keine Sonderbehandlung braucht. Dabei sind besonders ein gutes Fundament, die Euteraufhängung und die Zitzenplatzierung wichtig.
Wie sehen Sie die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft?
Für uns Milchproduzenten wird entscheidend sein, wie sich der Milchmarkt entwickelt. Ohne kostendeckende Milchpreise werden unsere jungen Landwirte vermehrt die Betriebe extensivieren. Diese Entwicklungen würden viele Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Betrieben gefährden.
Um eine produzierende Landwirtschaft zu erhalten, braucht es von der gesamten Nahrungsmittelkette ein Bekenntnis für Schweizerprodukte. Werden wir (Produzenten Verarbeiter, Handel und Konsumenten) wieder vermehrt Partner, so dass die Wertschöpfung nicht einseitig generiert wird, glaube ich an eine positive Zukunft. Als Präsident von das Beste der Region erfahre ich täglich, dass die Nachfrage von Regionalprodukten zunimmt.




